Die Umstellung auf das neue Vergütungssystem
Aus Sicht der Mitarbeiter hat die Umstellung auf ein neues Vergütungssystem etwas Bedrohliches. Wie kann dennoch Akzeptanz erreicht werden?
Es wird zunächst darauf ankommen, die Mitarbeiter durch die Umstellung nicht schlechter zu stellen: Mehr- oder Mindereinkommen darf sich nur durch die zukünftige Mitarbeiterleistung ergeben. Aus Sicht der Mitarbeiter erfolgt die Umstellung also einkommensneutral, aus Sicht des Unternehmens kostenneutral.
Darüber hinaus sollten die Mitarbeiter zusätzlich für eine Übergangszeit abgesichert werden. Das neue Vergütungssystem soll bereits in vollem Umfang angewandt werden, während das alte Vergütungssystem als Absicherung dient. Der Mitarbeiter kann nach dem neuen Modell bereits mehr verdienen, jedoch nicht weniger, als ihm das alte Modell gebracht hätte.
Weiterhin müssen die Mitarbeiter (und gegebenenfalls der Betriebsrat) an der Entwicklung des neuen Vergütungssystems beteiligt werden: In Workshops werden die Mitarbeiter an die neuen Ideen herangeführt, die damit ihre Bedrohlichkeit verlieren. Gute und arbeitsrechtlich saubere Ergänzungsverträge bzw. Betriebsvereinbarungen geben darüber hinaus Rechtssicherheit – sowohl dem Mitarbeiter als auch dem Unternehmen.
