Flexibilität der Vergütungssysteme
Die Unternehmensumwelten ändern sich heute rascher als je zuvor. Vormals konnte ein Vergütungssystem gut 20 bis 30 Jahre halten. Heute besteht oft im 2-Jahres-Turnus die Notwendigkeit, das bestehende Vergütungssystem an neue Markterfordernisse anzupassen. Dabei kommt es darauf an, ein Vergütungsmodell zu konstruieren, welches in Arbeitsverträgen und Betriebsvereinbarungen einerseits Bestand hat, welches aber andererseits inhaltlich immer an neue Veränderungen angepasst werden kann.Der Vergütungsrahmen bleibt, die Vergütungsinhalte ändern sich, um immer die Leistungskriterien zu vergüten, die aktuell eine Rolle spielen und dem Unternehmen weiterhelfen (z.B. Forcierung der aktuellen Produkte und Kunden).
Höhere Kostenflexibilität
Ein eher selten beachteter – und oft unterschätzter – Vorteil von variablen Vergütungssystemen liegt in der gestiegenen Kostenflexibilisierung des Unternehmens. Je mehr Mitarbeiter in die variable Vergütung eingebunden sind, desto wirkungsvoller „atmen“ die Personalkosten mit dem konjunkturellen Auf und Ab des Unternehmens. Das Unternehmen ist in schlechten Zeiten damit stabiler und krisenresistenter. In guten Zeiten profitieren die Mitarbeiter von der Markt- und Unternehmensentwicklung.
Hierin liegt einer der Gründe dafür, dass Unternehmen mit versierten Vergütungssystemen dauerhaft bessere Renditen erwirtschaften. Um diesen Effekt zu verstärken, sollten möglichst viele Mitarbeiter des Unternehmens in die leistungsorientierte Vergütung einbezogen werden, nicht nur der Vertrieb.
