Serie: Variable Vergütung im Vertrieb kann mehr als Motivation III (Motivation + Ergebnisse)

Motivierender Zuschnitt

Der Fokus „gut gemachter“ Vergütungssysteme liegt nicht alleine auf dem Aspekt Führung und Steuerung, sondern aktuelle Vergütungssysteme sind darüber hinaus sehr motivierend gestaltet.

Der Kurvenverlauf der variablen Vergütung ist extrem steil, sowohl „nach oben“ als auch „nach unten“. Der Mitarbeiter kann für die Spitzenleistung eines Jahres nicht selten 25% bis 30% mehr als sein Normaleinkommen verdienen, bei Schlechtleistungen erfährt er aber auch einen deutlicheren Einkommensrückgang als bei klassischen Vergütungsansätzen. Damit lohnt sich Mehrleistung viel mehr, Minderleistung wird aber auch erlebt.

Andererseits kennen moderne Vergütungssysteme keine „Verrentung“ von ehemals guten Mitarbeiterleistungen. In Provisionssystemen konnte der Mitarbeiter aus einem einmal akquirierten Kunden „ewig“ Provisionen schöpfen. Zielprämiensysteme konzentrieren sich dagegen z.B. auf Umsatz- und Deckungsbeitrags-Zuwächse, die der Mitarbeiter bringen soll. Damit erfolgt eine präzise Fokussierung auf neu zu erbringende Leistungen. Ein „Ausruhen auf alten Lorbeeren“ ist nicht mehr möglich. Auch hier wird die Qualität der Vergütung als „Unterstützerin der Führung“ deutlich.

Bessere Unternehmensergebnisse

Untersuchungen ergeben immer wieder, dass Unternehmen, die ihre Mitarbeiter zielorientiert führen und vergüten, nicht nur bessere Wachstumsraten aufweisen, sondern auch bessere Umsatzrenditen erzielen. Nicht selten haben Unternehmen, die auf breiter Basis mit Zielen führen und vergüten, eine um 50% – 100% bessere Rentabilität.

Dies liegt darin begründet, dass in zielorientierten Vergütungssystemen die Kräfte gebündelt werden, dass die richtigen Ziele in den Fokus der Mitarbeiter kommen, dass Leistung stärker in den Fokus kommt, dass nicht nur der Außendienst leistungsorientiert geführt und vergütet wird, sondern zahlreiche Mitarbeiter usw.

Der Aufwand für die Einführung eines entsprechenden Vergütungssystems amortisiert sich deshalb erfahrungsgemäß in weniger als einem Jahr.

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